Mundtrockenheit

Im Laufe des Lebens nimmt die Funktion der Speicheldrüsen ab, d.h. sie produzieren einfach weniger Speichel. Dieser Effekt wird oft durch die Einnahme von Medikamenten noch verstärkt, welche häufig im Alter verordnet werden. Auch ein Diabetes oder eine Chemo-/Strahlentherapie können eine Mundtrockenheit verursachen. Die permanente Mundtrockenheit, d.h. ein stark verminderter Speichelfluss führt häufig zu einem erhöhten Risiko für Karies vor allen Wurzelkaries. Ihr Zahnarzt kann verschiedene Methoden kombinieren, um einerseits die Mundtrockenheit zu behandeln, andererseits das Kariesrisiko zu verringern.

Die Konsistenz des Speichels kann eher wässrig oder eher dickflüssig sein. So sind auch die Aufgaben des Speichels vielfältig. Er enthält antibakterielle Substanzen zur Abwehr von Bakterien, Enzyme sorgen für die ersten Verdauungsschritte von Zucker bei der Nahrungsaufnahme, Schleimstoffe machen die Nahrung gleitfähig und erleichtern das Kauen und Sprechen, Mineralsalze sorgen für einen nahezu konstanten pH-Wert und reparieren mikroskopische Mineralverluste im Zahnschmelz.

Bei einer gravierenden Speicheldrüsenerkrankung (z.B. Sjögren-Syndrom) und bei einer generellen Speicheldrüsenunterfunktion mit Xerostomie übernimmt die Krankenkasse (KLV Art. 18 d) die Therapie der Krankheitsfolgen.

 

Betroffene Patienten sollen ihre Nahrung gut kauen; dies fördert den Speichelfluss. Sie sollen genug trinken; ungesüsster Kamillen- oder Salbeitee beruhigt die gereizte Mundschleimhaut. Die Mundspülung mit Öl benetzt die Schleimhaut; dieses Ölziehen wirkt entgiftend und entzündungshemmend. Raucher müssen unbedingt ihre Sucht stoppen.

Diese Produkte helfen, die Beschwerden bei Mundtrockenheit zu lindern:
- Aldiamed (Spray, Gel, Spülung)
- Carmol Spray
- Emofluor Spray
- Xeros Dentaid (Zahnpaste, Gel, Spülung, Spray)
- GUM Hydral (Gel, Spray, Zahnpaste, Spülung)
- GC Dry Mouth Gel
- Multi-Oral (Spray, Gel)
- Glandosane (Spray)